Veit Straßner, Geschichte der Arbeiterpriester

Die Arbeiterpriester: Geschichte und Entwicklungstendenzen
einer in Vergessenheit geratenen Bewegung
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Veit Straßner, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Obwohl das Experiment der A.[rbeiterpriester] – gemessen an der eigenen Zielsetzung: Re-inkarnation der Kirche in der Arbeitswelt – mißlungen ist, kann man nicht leugnen, daß gerade die Priester der ersten Generation durch ihr Engagement viele Probleme der Kirche u. in der Kirche verdeutlicht haben, die auch heute noch nicht gelöst sind. Es bleibt ein Skandalon, daß das ‚System Kirche’ nicht menschlicher mit denen umgegangen ist, die ihrem Berufungsauftrag so engagiert u. glaubwürdig wie wenige gefolgt sind.“2

Mit diesen Worten endet der Artikel „Arbeiterpriester“ in der aktuellen, dritten Auflage des Lexikon für Theologie und Kirche (LThK), dem Referenz- und Nachschlagewerk für katholische Theologie. Diesen mahnenden und empathischen Nachruf im Ohr, wundert sich der Leser in der Wochenschrift Christ in der Gegenwart im Jahr 2001 folgendende Meldung zu finden: „Rund 450 Arbeiterpriester haben sich vor kurzem in Straßburg getroffen, um über ihre Zukunft zu beraten. […] Weltweit gibt es heute etwa tausend Arbeiterpriester.“3 Offensichtlich leben und wirken die Arbeiterpriester nicht nur im Schatten der Gesellschaft, sondern auch im Schatten des kirchlichen und theologischen Bewusstseins. So schnell, wie die Arbeiterpriester in den Jahren 1953 und 1954 durch die Diskussionen um das kirchliche Verbot der Bewegung in das öffentliche Interesse gerückt waren, so schnell hat sie die Öffentlichkeit auch wieder vergessen.

Dieser Aufsatz will die Entstehung und Entwicklung der Arbeiterpriesterbewegung von den frühen 40er Jahren über ihr Verbot 1954 und ihr Wiedererstarken nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil aufzeigen. Neben einem historischen Abriss sollen in diesem Zusammenhang auch die theologischen, kirchenpolitischen und spirituellen Aspekte beleuchtet werden.4

1  Die Entwicklung der Arbeiterpriester-Bewegung bis zu ihrem Verbot

1.1 Die französische Kirche und die Arbeiterschaft im frühen 20. Jahrhundert

Seit dem Ende des Ersten Weltkrieges entstanden in Frankreich und Belgien zahlreiche katholische Bewegungen und Verbände, um der v.a. in der Arbeiterschaft und unter den Bauern fortschreitenden kirchlichen Entfremdung und Dechristianisierung entgegenzuwirken.5

In diesem Zusammenhang gründete Joseph Cardijn in Belgien die Jeunnesse Ouvrière Chrétienne (JOC). Seinem Vorbild folgend rief Mitte der 20er Jahre der Priester Georges Guérin, der – ähnlich wie Cardijn – aus einem proletarischen Elternhaus stammte und Erfahrungen als Pfarrer in einem Arbeiterviertel gesammelt hatte, den französischen Zweig der JOC ins Leben. Die JOC sah in der Jugendarbeit den Schlüssel für die Rechristianisierung der Arbeiter: Engagierte und motivierte christliche Jugendliche sollten in der Arbeiterschaft als Multiplikatoren wirken und so dazu beitragen, diese zu den verloren geglaubten christlichen Werten zurückzuführen. Diese Strategie der JOC erwies sich als ebenso effektiv wie originell: Von Paris aus verbreitete sich die französische JOC in nahezu alle Industriegebiete. In der zweiten Hälfte der 30er Jahre zähle die JOC rund 65.000 Mitglieder und die Jeunnesse Ouvrier, die Zeitung der JOC, erschien in einer Auflage von knapp 270.000 Exemplaren.6

Die JOC sah sich als christliche Alternative zur kommunistischen Partei und ihrer Gewerkschaft und vereinte in ihrem Programm ein ausgeprägtes Engagement für soziale Gerechtigkeit mit einem dezidierten Antimarxismus. Sie war mit ihrem Anliegen erfolgreicher als die 1919 gegründete katholische Gewerkschaft C.F.T.C., die ebenfalls eine christliche Alternative zur kommunistischen Gewerkschaft bieten wollte.

Obwohl die Stärke der JOC lag darin, dass ihre Aktivisten selbst Arbeiter waren, gelang es ihr dennoch nicht, das Milieu zu durchdringen, da stets nur kleine Zirkel tatsächlich aktiv wurden. Es wurde deutlich, dass eine Mission unter der Arbeiterschaft nur dann erfolgreich sein konnte, wenn entsprechende Anschlussangebote bereitstanden. Ebenso zeigte sich, dass es wegen der evidenten Milieu-Unterschiede nicht möglich war, die Arbeiter in die bestehenden bürgerlichen Pfarrstrukturen zu integrieren.7

1.2 Die Wurzeln der Arbeiterpriesterbewegung

Auf der Grundlage dieser Einsichten und Erfahrungen suchte man in Frankreich nach neuen Möglichkeiten, die Kluft zwischen Kirche und Arbeitswelt zu überwinden. Die Initiative der Arbeiterpriester stellt einen dieser Versuche dar. Die Arbeiterpriesterbewegung hat weder einen Gründer, noch eine festes Gründungsdatum. Vielmehr sind es mehrere unterschiedliche Wurzeln, aus denen diese missionarische Bewegung erwuchs. Im folgenden sollen diese Wurzeln kurz skizziert werden.

1.2.1 Die Mission de France

Im Jahr 1942 wurde in Lisieux das Seminar der Mission de France eröffnet, in dem Priester ausgebildet werden sollten, um künftig als Seelsorger in ruralen und urbanen entchristlichten Gebieten zu wirken. Integraler Bestandteil der Ausbildung waren Praktika in Fabriken oder in der Landwirtschaft, um so die angehenden Priester an ihre Missionstätigkeit unter den marginalisierten Industrie- und Landarbeitern heranzuführen. In den darauf folgenden Jahren entstanden zwei weitere Seminare der Mission de France in Limoges und in Pontigny.8

1.2.2 Von soziologischen Studien zur Eingliederung ins Arbeitermilieu

Der erste Arbeiterpriester war der Dominikanerpater Jaques Loew (1901–1999), auch wenn der Begriff damals noch nicht geprägt war. In einer soziologischen Studie untersuchte er die Zusammenhänge zwischen Arbeit und Lebensbedingungen und begann deshalb im Jahr 1941 in einer Werft in Marseille zu arbeiten, um so bessere Einblicke in das Leben der Dockarbeiter zu gewinnen. Zwei Jahre später veröffentlichte er sein Buch Les dockers de Marseille, in dem er die schlechten Arbeitsbedingungen der Hafenarbeiter und die Situation der Ausbeutung beschrieb und kritisierte.9

Loew sah sich als Intellektueller, Priester und Arbeiter zugleich. Er setzte sich für die Hafenarbeiter ein und versuchte, deren Situation zu verbessern. Er widmete sich allerdings nicht vollständig der Erwerbsarbeit, sondern übernahm zusätzlich die Leitung einer Pfarrei in Marseille. Später gründete er das ebenfalls in der Arbeitermission aktive Säkularinstitut Saints Pierre et Paul.10

1.2.3 Französische Priester in der deutschen Kriegsindustrie

Eine zweite Wurzel der Arbeiterpriester-Bewegung steht in direktem Zusammenhang mit den Ereignissen des Zweiten Weltkrieges: Die deutschen Besatzungstruppen rekrutierten in Frankreich rund 800.000 Zwangsarbeiter und Freiwillige für den Einsatz in der deutschen (Rüstungs-) Industrie. Der Kirche war eine seelsorgliche Betreuung durch französische Geistliche untersagt. Die französischen Bischöfe entschlossen sich, dieses Verbot zu unterlaufen, und schleusten 25 Welt- und Ordensgeistliche in die Arbeitslager ein. Diese ‚undercover-Priester’, die aus 200 Freiwilligen ausgewählt wurden, meldeten sich als Arbeiter getarnt zum Einsatz in den deutschen Fabriken.11 Von der Grundintention her handelte es sich bei diesen Priestern noch nicht um Arbeiterpriester. Vielmehr wollten sie die Seelsorge unter den französischen Zwangsarbeitern in Deutschland sicherstellen. Da diese pastorale Aktivität verboten war, waren die Priester gezwungen, in konspirativer Art am Arbeitsplatz und in den Baracken zu wirken.12

War es anfangs klug, die wahre Identität nicht preiszugeben, setzte sich bei den Priestern bald die Einsicht durch, dass sie nur als Arbeiter unter Arbeitern deren Realität teilen können. Der Jesuitenpater Henri Perrin schreibt hierzu: „Wir sind bestrebt, uns unserem Milieu ganz einzuordnen, so daß alle uns als zu ihnen gehörig gelten lassen. Mit einem Wort: unser Ziel ist Freundschaft.“13

Die Priester erkannten bald, dass zur Seelsorge – verstanden als wahre Freundschaft – auch die Sorge um das Wohl des Menschen und um dessen Freiheit dazugehört. In den Worten Perrins:

Mehr und mehr komme ich zu der Überzeugung, daß der Apostel Christi den Menschen wie ein Befreier erscheinen muß, in dessen Nähe man Freiheit und Frieden atmet. Wir müssen uns loslösen von der falschen Vorstellung vom ‚guten Hirten’ …“14

Bei Perrin – ähnlich wie bei anderen Arbeiterpriestern – zeigt sich schon sehr deutlich die Einsicht, dass der Klerikalismus und die kirchliche Verhaftung im bürgerlichen Milieu den Kontakt zur Arbeiterschaft nahezu unmöglich machten. Ein Brückenschlag zwischen den unterschiedlichen Welten war nur durch einen bewussten Ortswechsel möglich:

Sie kennen den Priester gar nicht, sie sind von uns und wir von ihnen durch eine tiefe Kluft getrennt. Fast könnte man sagen, daß wir in verschiedenen Welten leben. Alles an uns stößt sie ab, unsere fromme Sprache, die sie nicht verstehen, unsere sonderbare Kleidung mitten im 20. Jahrhundert, das herablassende Gebaren, das manche von uns an sich haben, unsere Abhängigkeit von gewissen Umgangsformen, die uns unausweichlich zu Bürgern stempelt.“15

Die Priester mussten ihre klerikale Identität und ihre bürgerlichen Wurzeln zurücklassen und sich in das Arbeitermilieu inkulturieren.

1.2.4 Entwicklungen im Ordensleben und in der Spiritualität

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es einige wichtige Entwicklungen im Bereich des Ordenslebens und der Spiritualität, die besonders für die spätere Entwicklung der Arbeiterpriester-Bewegung von Bedeutung waren.

Eine zentrale Persönlichkeit in diesem Zusammenhang ist Charles de Foucauld (1885–1916), einer „der seltsamsten und ergreifendsten Diener Gottes in unserer Zeit“, wie die Zeitschrift Herder Korrespondenz 1953 mit frommem Befremden schrieb.16 Nach einem sehr bewegten Leben zog sich Foucauld schließlich als Einsiedler in eine Oase in Algerien zurück, wo er ein kontemplatives Leben führte und eine Ordensregel verfasste. Seine Spiritualität speiste sich aus der großen Bedeutung der manuellen Arbeit, der Präsenz Jesu im Niedrigen, Armen, Elenden und Kleinen, aus mystischen Elementen und der Begeisterung für den Islam.17

Im Jahr 1933 griff der französische Priester René Voillaume (1905–2003) die Ideen und die Spiritualität Foucaulds auf und begann mit fünf anderen Priester in der algerischen Wüste nach der Ordensregel Frère Charles zu leben. Zunächst klassisch monastisch ausgerichtet, entschieden sich die Kleinen Brüder Jesu, wie sich der Orden nannte, in die Arbeitswelt zu gehen um dort aktives und kontemplatives Leben zu verbinden.18

Unabhängig von der Gründung der Kleinen Brüder Jesu entstand der von Madeleine Hutin (1898–1989) gegründete Frauenorden der Kleinen Schwestern Jesu. Dieser Orden, der 1947 in Frankreich anerkannt wurde, folgt ebenfalls den Ordensregeln Charles de Foucaulds. Die Schwestern leben und wirken ‚in der Welt’, bevorzugt im Arbeitermilieu und unter den Armen und Randständigen, leben vom Lohn ihrer Arbeit und wohnen nicht im Kloster, sondern in Mietwohnungen in marginalen Vierteln. 19

Aber auch Laien suchten in diesen Jahren nach Wegen, an der Seite der Armen zu leben. So beispielsweise die christliche Sozialarbeiterin Madeleine Delbrêl (1904–1964), die im Alter von 29 Jahren bewusst in die kommunistisch dominierte Industrie- und Arbeiterstadt Ivry zog, um dort mit einer Gruppe von Frauen gemäß den Gelübden der Armut, Keuschheit und des Gehorsams zu leben. Sie stand in Kontakt mit Jaques Loew und beeinflusste ebenso die Mission de France. Bei den Konflikten um die Arbeiterpriester versuchte sie vermittelnd zu helfen. Ebenso war sie informell an den Vorbereitungen des Zweiten Vatikanischen Konzils beteiligt. Ein Zeugnis ihrer Erfahrungen als Christin findet sich in ihrem Buch Ville marxiste, terre de mission.20

1.2.5 Die Mission de Paris

Für die Entwicklung der französischen Arbeiterpriester-Bewegung spielt die Mission de Paris eine zentrale Rolle. Ihre Entstehung ist in direktem Zusammenhang mit der soziologischen Untersuchung der beiden JOC-Kapläne Henri Godin und Yvan Daniel zu sehen. In ihrer Studie La France, pays de mission? kamen sie zu dem Ergebnis, dass die französische Arbeiterschaft in totaler Trennung von der Kirche lebe. Sie sahen die einzige Möglichkeit der Rechristianisierung der Arbeiterschaft darin, dass speziell ausgebildete Priester im Arbeitermilieu tätig werden und dort Arbeiterpfarreien entstehen, die – anders als die sonst üblichen bürgerlichen Pfarrstrukturen – den Bedürfnissen der Arbeiterschaft entsprechen.21

Der Pariser Kardinal Emmanuel Suhard war von den Ergebnissen der Untersuchung beeindruckt und wurde fortan zum Förderer jener Bemühungen, die Kluft zwischen Kirche und Arbeiterschaft zu überwinden. Er gründete die Mission de Paris, deren Priester gelobten, sich ganz der Christianisierung der Arbeiterklasse hinzugeben. Die anfangs fünfzehnköpfige Gruppe aus Welt- und Ordenspriestern, an der auch zwei weibliche Laien beteiligt waren, gründete zwei Kommunitäten in Pariser Arbeitervierteln, die erfolglos versuchten, dort kleine christliche Gemeinschaften zu bilden. Die Missionare mussten einsehen, dass es nicht ausreichend war, nur den Lebensmittelpunkt aus der Pfarrei in ein Arbeiterviertel zu verlegen.22

In dieser Zeit kam es zu ersten skeptischen und zögerlichen Annährerungen an die in dieser Zeit in der französischen Arbeiterschaft sehr einflussreichen Kommunisten, die auch die wichtigste Gewerkschaft, die C.G.T., prägten. Anfängliche zufällige Kontakte führten zur aktiven Partizipation der Priester in den von Kommunisten dominierten Selbsthilfe-Gruppen im quartier. Im Rahmen dieser Kooperation legten beide Seiten nach und nach ihre gegenseitigen Vorurteile ab.

1.3  Die Hochphase der französischen Arbeiterpriesterbewegung

Die Tätigkeit der Mission de Paris wurde bald über die Hauptstadt hinaus ausgeweitet: Ab dem Herbst 1944 entstanden auch in anderen französischen Industrie-Städten sogenannte équipes von Arbeiterpriestern, so dass es Anfang der 50er Jahre im gesamten Land rund 100 Arbeiterpriester gab.23

Es kam zu einer Verschiebung des Lebensmittelpunktes der Arbeiterpriester: War zu Beginn das quartier die Wirkungsstätte, so setzte sich die Einsicht durch, dass eigentlich die Fabrikarbeit das Zentrum des Lebens der Arbeiter war. Die Priester nahmen deshalb selbst manuelle Arbeiten auf und weiteten so ihre présence auf die Fabriken aus. Durch das direkte Erleben der Arbeitsbedingungen und den noch intensiveren Kontakt mit den kommunistischen Gewerkschaftlern wuchs das gegenseitige Vertrauen. In dieser Phase entschlossen sich viele Priester der kommunistischen C.G.T. beizutreten, da diese ihrer Meinung nach die einzige Gewerkschaft war, die sich tatsächlich für die Arbeiterschaft einsetzte. Die gewerkschaftlichen Aktivitäten waren für viele Arbeiterpriester sehr wichtig, um sich voll in das Arbeitermilieu zu integrieren und um ihr Klassenbewusstsein zu entwickeln.24 Einige Arbeiterpriester übernahmen führende Positionen in der Gewerkschaft, was zahlreiche Spannungen mit der Katholischen Aktion, konservativen Kirchenkreisen und nicht zuletzt mit den christlichen Gewerkschaften hervorrief.25 So kritisierten beispielsweise Arbeiterpriester und christliche Arbeiter die katholische Gewerkschaft C.F.T.C öffentlich, da sie in den Arbeitskämpfen in Limoges die Interessen der Arbeiter verraten habe: „Als streitbare Arbeiter erklären wir ausdrücklich, daß die C.F.T.C. von Limoges die Belange der Arbeiter und Christen verraten hat, und brandmarken die Untreue dieser gewerkschaftlichen und politischen Zentrale.“26

Neben der Teilnahme an Streiks engagierten sich zahlreiche Arbeiterpriester im Mouvement de la paix, einem Sammelbecken für ehemalige Widerstandkämpfer, Pazifisten und Linken. Das Mouvement setzte sich besonders für das Ende des Krieges in Indochina und die Abschaffung von Atomwaffen ein und wandte sich explizit gegen die NATO. Sowohl bei ihrem gewerkschaftlichem Engagement, als auch bei den politischen Aktivitäten im Zusammenhang mit der Friedensbewegung standen die Arbeiterpriester oft im Zentrum des öffentlichen Interesses. Zu öffentlichen Skandalen kam es, als 1952 zwei Arbeiterpriester bei einer Friedensdemonstration inhaftiert wurden.

Es hatte sich ein enormer Wandel vollzogen: Die Arbeiterpriester waren angetreten, um im entchristlichten Arbeitermilieu zu leben, christliche Zellen zu bilden und zu missionieren. Bereits in dieser frühen Phase kam es zu Annäherungen von Priestern mit Kommunisten und Gewerkschaften. Die gegenseitig vorhandenen Vorurteile wurden abgebaut. Anschließend traten die Priester in die Fabrikarbeit ein und assimilierten sich weiter an die Arbeiterschaft. Sie inkulturierten sich in das Arbeitermilieu und fanden dort diejenigen Werte vor, die sie eigentlich von außen bringen wollten. Schließlich ging die „Inkarnation“ in die Arbeiterwelt so weit, dass sich die Arbeiterpriester in den Gewerkschaften engagierten und den Schulterschluss mit den Kommunisten vollzogen. Stand anfangs noch die Missionierung im Vordergrund, so hatten nun die Gedanken der présence und der Solidarität an Gewicht gewonnen. Die Arbeiterpriester beteiligten sich nicht nur am Arbeitskampf, sondern waren darüber hinaus auch in die Kampforganisationen und kommunistischen Gewerkschaften eingetreten.

1.4 Die Konflikte um die Arbeiterpriester

Die römische Kurie hatte seit Mitte der 40er Jahre Bedenken gegen die neuen Wege, die die französische Kirche mit dem Experiment der Arbeiterpriester beschritt.27 Es waren besonders zwei Aspekte, gegen die der Vatikan starke Bedenken hegte: das Priesterbild und die Nähe zum Kommunismus.

In Rom stellte man die Frage, ob die Fabrikarbeit überhaupt mit dem priesterlichen Leben vereinbar sei. Man fürchtete, dadurch nicht nur die Gesundheit, sondern auch das moralische und religiöse Leben der Priester zu gefährden. Die Priester liefen Gefahr, ihrem täglichen Gebet und der morgendlichen Messfeier nicht mehr nachkommen zu können. Ebenso bezweifelte Rom, ob die Fabrikarbeit überhaupt geeignet sei, die beabsichtigten Ziele zu erreichen.28

Die Bedenken wegen des Kommunismus sind vor dem Hintergrund der ideologischen Debatten der Kriegs- und Nachkriegszeit sowie dem ausgeprägten kirchlichen Antikommunismus dieser Jahre zu sehen. Exemplarisch sei hier die Enzyklika Quadragesimo Anno (1931) Papst Pius’ XI. angeführt, in welcher der Kommunismus wegen seiner Bereitschaft zur offenen Gewalt und zum Klassenkampf, seiner Eigentumsfeindlichkeit und seiner atheistischen und antikirchlichen Positionen scharf verurteilt wurde. Grundsätzlich sei der Sozialismus ebenfalls abzulehnen, da er die am Kommunismus kritisierten Positionen nicht aufgibt, sondern lediglich abschwächt. Zur Frage der Vereinbarkeit christlichen und sozialistischen Engagements erklärte Pius XI.:

Um diesen Fragestellern gemäß Unserer väterlichen Hirtensorge Genüge zu tun, erklären Wir: der Sozialismus, gleichviel ob als Lehre, als geschichtliche Erscheinung oder als Bewegung, auch nachdem er in den genannten Stücken der Wahrheit und Gerechtigkeit Raum gibt, bleibt mit der Lehre der katholischen Kirche immer unvereinbar – er müsse denn aufhören, Sozialismus zu sein: der Gegensatz zwischen sozialistischer und christlicher Gesellschaftsauffassung ist unüberbrückbar.“29

Er betonte, dass dem Sozialismus eine Gesellschaftsauffassung zugrunde liegt, „die mit der echten christlichen Auffassung aber im Widerspruch steht. Religiöser Sozialismus, christlicher Sozialismus sind Widersprüche in sich; es ist unmöglich, gleichzeitig guter Katholik und wirklicher Sozialist zu sein.“30

1.5 Das de-facto-Verbot der Arbeiterpriester (1954)

Vor diesem geistigen und kirchenpolitischen Hintergrund sind die Konflikte zu sehen, die sich um die Frage der Arbeiterpriester entwickelten: Je mehr die Arbeiterpriester sich öffentlich engagierten und bei Streiks und politischen Kundgebungen in Aktion traten, desto mehr mussten sie sich den Vorwurf gefallen lassen, keine „richtigen“ Priester mehr zu sein, sondern vielmehr politische Aktivisten. Spätestens nach den öffentlichen Kontroversen um die 1952 bei einer Friedensdemonstration verhafteten Priester hatte Rom beschlossen, dem Experiment der Arbeiterpriester Einhalt zu gebieten.

Um offene Fragen zu klären, reisten die drei Kardinäle Feltin, Gerlier und Liénart 1953 zu Gesprächen mit dem Papst, der Kongregation für die Seminarien und dem Hl. Offizium nach Rom. Nach ihrer Rückkehr veröffentlichten die französischen Bischöfe im November 1953 eine Erklärung zur Frage der Arbeiterpriester:

Nach zehnjährigem Bestehen kann das Experiment der Arbeiterpriester […] in seiner gegenwärtigen Form nicht aufrecht erhalten werden. Aber in der Sorge, den Kontakt zu behalten, der zwischen Kirche und Arbeiterwelt durch diese Pioniere geschaffen worden ist, sieht es die Kirche gerne, wenn Priester, die Proben ausreichender Qualifizierung abgelegt haben, ein Priesterapostolat mitten im Arbeitermilieu aufrechterhalten. Doch sie verlangt:
1. daß sie ausdrücklich durch ihren Bischof ausgewählt werden;
2. daß sie eine besondere solide Ausbildung sowohl hinsichtlich der Doktrin wie hinsichtlich der geistlichen Leitung erhalten;
3. daß sie manuelle Arbeit nur für eine begrenzte Zeit übernehmen, damit ihnen die Möglichkeit gewahrt bleibt, alle Anforderungen ihres priesterlichen Standes zu erfüllen;
4. daß sie keine weltlichen Posten übernehmen, die dazu führen könnten, ihnen gewerkschaftliche oder andere Verantwortungen zu schaffen, die sie den Laien überlassen sollen;
5. daß sie nicht isoliert leben, sondern einer Priestergemeinschaft oder einer Pfarre angeschlossen sind und einen gewissen Beitrag zum Pfarrleben liefern.“31

Als Reaktion auf diese Entwicklungen zogen die Jesuiten Ende 1953 ihre damals sieben Arbeiterpriester zurück. Der Dominikanerorden folgte später diesem Beispiel. Die Abkehr der Orden von der Idee des Arbeiterpriestertums wurde als ein richtungsweisendes Zeichen gesehen.32

Anfang 1954 veröffentlichten die französischen Bischöfe eine Erklärung, in der sie erneut hervorhoben, dass die priesterliche Lebensform mit der eines Arbeiters nicht zu vereinbaren sei. In einem separaten Schreiben an die einzelnen Arbeiterpriester wurde die weitere Tätigkeit der Arbeiterpriester streng reglementiert. Sie sollten von allen weltlichen Ämtern zurücktreten, die tägliche Arbeitszeit durfte nicht länger als drei Stunden betragen, ebenso sollten sie ihre Mitgliedschaft in Gewerkschaften, Betriebsräten und anderen Arbeiterorganisationen aufgeben. Im Falle des Zuwiderhandelns wurde mit kirchenrechtlichen Konsequenzen gedroht. Die Arbeiterpriester sollten diesen Weisungen bis zum März 1954 folge leisten.33 Besonders die Limitierung der täglichen Arbeit auf drei Stunden bedeutete de facto das Ende der Betriebsarbeit, da es in den Fabriken nur Vollzeit-Arbeiter gab.

Unter den Arbeiterpriestern regte sich starker Widerspruch. Sie argumentierten, dass man nicht authentisch als Arbeiter leben könne, ohne sich an der Arbeiterbewegung, politischen Aktivitäten und der Gewerkschaftsarbeit zu beteiligen.34 73 Arbeiterpriester unterzeichneten ein Manifest, in dem sie sich gegen die Entscheidung der Bischöfe wandten. Die Zeitung Le Monde veröffentlichte die Erklärung im Februar 1954. Dort hieß es unter anderem:

Diese Entscheidung stützt sich auf religiöse Motive. Wir glauben jedoch nicht, daß unser Arbeiterleben uns jemals daran gehindert hat, unserem Glauben und unserem Priestertum treu zu bleiben. Wir sehen nicht, wie man im Namen des Evangeliums Priestern verbieten kann, an den Lebensverhältnissen von Millionen unterdrückter Menschen teilzunehmen und mit ihren Kämpfen solidarisch zu sein.“35

Somit war im März 1954 das Engagement der Arbeiterpriester vorerst beendet. Rund die Hälfte der Arbeiterpriester folgte den Weisungen der kirchlichen Hierarchie und verließ die Fabriken in der Hoffnung, dass der Nachfolger Pius’ XII. die Fabrikarbeit wieder erlauben würde. Die andere Hälfte widersetzte sich, blieb bei der Fabrikarbeit und nahm die kirchlichen Sanktionen auf sich. Einige Bischöfe versuchten, durch Dispense und sehr weite Interpretationen der päpstlichen Weisungen ihre Arbeiterpriester weiter in der Fabrikarbeit zu belassen.36

Die Konflikte um die Arbeiterpriester hatten eine große öffentliche Wirkung. Zahlreiche Intellektuelle solidarisierten sich mit den Arbeiterpriestern und ihrem Anliegen.37 Eine Reihe von Publikationen erschien im Fahrwasser dieser Konflikte: Oscar Arnal zählte zwölf Romane über die Arbeiterpriester, die bis zur Mitte der 60er Jahre erschienen waren. Bis zum Ende der 60er Jahre wurden 78 Arbeiten von oder über die Arbeiterpriester veröffentlicht.38 Es ist erstaunlich, welche Öffentlichkeitswirkung die Konflikte um ca. 100 Arbeiterpriester in einem Land hatte, in dem rund 40.000 Weltpriester und 8.000 Ordensgeistliche wirkten. Die Ursache ist wohl darin zu sehen, dass bei den Konflikten um die Arbeiterpriester noch andere, wichtige Themen implizit mitverhandelt wurden. Treffend kommentiert Ulrich Peter: „Es ging nicht nur um die Handvoll Priester. An und auf ihnen tobte der Konflikt um die grundsätzliche Rolle Kirche. Rückblickend erscheint es wie ein Vorspiel des Kampfes des Vatikans unter dem polnischen Papst gegen die ‚Theologie der Befreiung.’“39

Die rund fünfzig Arbeiterpriester, die sich – teils mit Billigung ihres Bischofs – der Disziplinierung widersetzten, schlugen unterschiedliche Lebenswege ein. Für alle jedoch stellten diese Ereignisse eine persönliche Tragödie dar. Sie hatten ihre Lebensoption getroffen und sich ganz auf das Leben als Arbeiter und Priester eingelassen. Es stellte sich für sie die bis dahin unbekannte Frage, ob sie ihrer Überzeugung und dem Evangelium, oder der Kirchenleitung folgen sollten. Diejenigen, die sich den kirchlichen Weisungen widersetzten, hatten oftmals nicht den Eindruck, sich von der Kirche abgewandt zu haben, sondern vielmehr dass sich die Kirche von ihnen abgewandt hatte. Einige ließen sich in den Laienstand zurückversetzen und heirateten, andere brachen total mit der Kirche. Viele blieben weiterhin gewerkschaftlich und politisch aktiv und hielten lose Kontakte zu anderen insoumis, Arbeiterpriestern also, die sich den kirchlichen Weisungen widersetzt hatten.40

1.6 Das theologisch begründete Verbot (1959)

Die andauernden Spannungen um das Verbot der Arbeiterpriesterbewegung, die Polarisierung der Meinungen in Kirche und Öffentlichkeit und nicht zuletzt die widerständigen Arbeiterpriester sorgten dafür, dass das Thema in Frankreich weiterhin aktuell blieb. Auch war das Problem der kirchlichen Präsenz im Arbeitermilieu noch immer offen. In Anlehnung an die Arbeit der Mission de France hatten die französischen Bischöfe im März 1957 ein Arbeiterapostolat errichtet, das vor allem die Aktivitäten der JOC und anderer Laienverbände koordinieren sollte, in dem aber auch Priester gemäß den vatikanischen Auflagen für maximal drei Stunden täglich der manuellen Arbeit nachgingen.41 Um die Abgrenzung von den prêtres ouvriers deutlich zu machen, sollte in diesem Zusammenhang von prêtres au travail gesprochen werden.

Bei einem Besuch im Jahr 1959 erhielt der Erzbischof von Paris, Kardinal Feltin, bei Papst Johannes XXIII. eine Sonderaudienz, bei der er einen Bericht über die Lage der Arbeitermission in Frankreich vorlegte. Ebenso bat er bei dieser Gelegenheit, in Sonderfällen Arbeiterpriester zuzulassen, die Vollzeit in der Fabrik arbeiteten, wie es vor 1954 üblich war. Der an Feltin adressierte Brief, in dem Kardinal Pizzardo, Sekretär des Hl. Offiziums, die Anfrage negativ beantwortete, sollte eigentlich vertraulich behandelt werden, gelangte aber durch Indiskretion an die Öffentlichkeit und wurde durch Zeitungen publiziert.42 Es heißt dort unter anderem:

Der Heilige Stuhl ist der Meinung, daß es zum Apostolat im Arbeitermilieu nicht unerlässlich ist, Priester als Arbeiter in das Arbeitermilieu zu schicken, und daß es nicht möglich ist, die überlieferte Auffassung vom Priestertum zu diesem Zweck zu opfern, […].
Der Priester wird wesentlich zur Ausübung sakraler Funktionen geweiht: um Gott das heilige Meßopfer und das öffentliche Gebet der Kirche darzubringen, um den Gläubigen die Sakramente zu spenden und das Wort Gottes zu verkünden. […]
Dieses Zeugnis [von der Auferstehung Christi] legt er vor allem durch das Wort ab und nicht durch die manuelle Arbeit unter Fabrikarbeitern, als ob er einer der Ihren wäre.
Außerdem ist der Heilige Stuhl der Meinung, daß die Arbeit in der Fabrik oder auf dem Bau mit dem priesterlichen Leben und seinen Verpflichtungen unvereinbar ist. An den Arbeitstagen würde es dem Priester tatsächlich fast unmöglich sein, alle Gebetspflichten zu erfüllen, die die Kirche ihm für jeden Tag auferlegt: Feier der heiligen Messe, vollständiges Breviergebet, Betrachtung, Besuch des Allerheiligsten und Rosenkranz.“43

Das Hl. Offizium regte in diesem Schreiben an, die arbeitenden Priester aus diesen und anderen Gründen schrittweise durch Laien, die in Säkularinstitute eingebunden sind, zu ersetzen. Mit diesem, vom Papst approbierten Schreiben, wurde die manuelle Arbeit schließlich mit theologischen Argumenten untersagt.

2  Entwicklungen nach dem Verbot der Arbeiterpriester

2.1 Das II. Vatikanische Konzil (1962–1965) – Neue Perspektiven

Als die Vorbereitungen für das Zweite Vatikanische Konzil begannen, sahen die Arbeiterpriester eine Chance, ihr Anliegen erneut in die Diskussion einzubringen und beschlossen, im Umfeld des Konzils präsent zu sein. Drei französische und zwei belgische Konzilsväter stellten die zwingend erforderlichen Einladungsschreiben aus, so dass während der drei Sitzungsperioden des Konzils stets zwei Arbeiterpriester in Rom waren. Obwohl sie keinen offiziellen Beraterstatus innehatten, gelang es ihnen, im Umfeld des Konzils Lobbyarbeit zu leisten, mit Konzilsvätern und -theologen ins Gespräch zu kommen und so Diskussionen anzustoßen. Ebenso erhielten sie eine Audienz bei Papst Johannes XXIII. und in zahlreichen Einrichtungen der römischen Kirchenleitung.44

In dieser Situation der kirchlichen Öffnung zur Welt und der Abkehr von doktrinärer Enge wurde unter anderem auch das Priesterbild neu bestimmt. Hier waren die Arbeiterpriester gesuchte Gesprächspartner. Es ist nicht zuletzt ihrer Lobbyarbeit und den Bemühungen ihnen wohlgesonnener Bischöfe und Konzilstheologen (wie Yves Congar oder Marie-Dominique Chenu) zu verdanken, dass sich im Dekret über Dienst und Leben der Priester „Presbyterorum ordinis“ (1965) folgender Passus findet:

Trotz ihrer verschiedenen Ämter leisten sie [die Priester] für den Menschen den einen priesterlichen Dienst. Alle werden gesandt, an demselben Werk gemeinsam zu arbeiten, ob sie nun ein Pfarramt oder ein überpfarrliches Amt ausüben, ob sie sich der Wissenschaft widmen oder ein Lehramt versehen, ob sie – wo dies bei Gutheisung durch die zuständige Autorität angebracht erscheint – sogar Handarbeit verrichten und damit selbst am Los der Arbeiter teilhaben oder sich anderen apostolischen oder auf das Apostolat ausgerichteten Werken widmen.“45

Das Konzil eröffnete so wieder die Möglichkeit, das priesterliche Leben mit dem Leben in der Arbeiterwelt zu verbinden, einen Weg, der elf Jahre zuvor – unter anderen kirchlichen und doktrinären Bedingungen – versperrt worden war.

2.2 Die Wiederbelebung der Arbeiterpriesterbewegung

Die vom Konzil ermöglichte Fortsetzung der Mission der Arbeiterpriester wurde von zahlreichen französischen Priestern wahrgenommen: Als 1965 das Konzil feierlich beendet wurde, nahmen 15 Priester die Arbeit in der Fabrik auf, in den Jahren 1968 bis 1970 folgten 124 weitere Priester und im Zeitraum von 1971 bis 1974 weitere 104.46 Im Jahr 1979, zwanzig Jahre nach dem Verbot durch das Hl. Offizium, waren in Frankreich 950 Arbeiterpriester in verschiedenen Bereichen der Produktion tätig.47 In der Hochphase des Konfliktes um die französischen Arbeiterpriester Mitte der 50er Jahre lag die Zahl der werktätigen Priester bei 100.

Wohl durch die veränderte kirchliche, lehramtliche und weltpolitische Situation, aber auch durch die Erfahrungen der ersten Generation der Arbeiterpriester bedingt, standen die ‚neuen’ Arbeiterpriester weniger im Licht des öffentlichen Interesses. Leur silence est parole, so der Titel, den der Arbeiterpriester Jean Risse seinem autobiographischen Buch gab, bringt die Strategie der Arbeiterpriester gut zum Ausdruck: Sie versuchten silencieux, mais très presents in ihren Fabriken und Arbeitsplätzen als Arbeiter unter Arbeitern zu wirken.

In Frankreich bildeten sich unterschiedliche, zum Teil parallele, zum Teil konkurrierende Strukturen heraus. Es existieren zahlreiche regionale équipes und eine Équipe National de Prêtres-Ouvriers (ENPO). Der nationalen Gliederung steht ein Sekretär vor, der von den Regionalgruppen gewählt wird. Auf amtskirchlicher Ebene kooperiert die ENPO mit der bischöflichen Kommission für die Mission in der Arbeiterwelt. Die ENPO gibt seit 1972 die Monatszeitschrift Courrier P.O. heraus, die ein wichtiges Kommunikations- und Informationsforum darstellt.48

Nach der Wiederzulassung der Arbeiterpriester gingen auch in anderen europäischen Ländern Priester in die Fabriken. In Belgien hatte es bereits vor den Konflikten Arbeiterpriester gegeben, nach dem Konzil aber nahm ihre Zahl wieder zu und stieg auf rund 50 Arbeiterpriester im Jahr 1983 an.49 In Italien ging bereits 1955 Carlo Carnevalis als der erste Priester in die Fabrik.50 Er betreute zwischen 1966 und 1972 rund zwanzig Seminaristen aus Turin und Venedig, die ihr Studium und ihre Seminarsausbildung für zwei bis drei Jahre unterbrachen, außerhalb des Seminars in Kommunitäten lebten und in Fabriken arbeiteten.51 Im Jahr 1998 gab es in Italien rund 250 Arbeiterpriester. Ebenso entwickelten sich kleinere Gruppen von Arbeiterpriestern in Spanien und Deutschland.52

2.3 Arbeitergeschwister in Deutschland

Ende der 60er Jahre begannen in Deutschland die ersten Priester mit der Fabrikarbeit. Es handelte sich um langjährige Kapläne der CAJ (Christliche Arbeiterjugend, deutscher Zweig der JOC) und um Priester des Dominikaner-, Franziskaner- und Oblaten-Ordens.53 Im Jahr 1973 entstand die ‚Konferenz der Arbeiterpriester im deutschsprachigen Raum’, die aus ersten Treffen sieben deutschsprachiger Arbeiterpriester in einem Kloster des Oblatenordens in Mainz 1972 hervorging. Im Jahr 1983 öffnete sich der Kreis auch anderen kirchlich Sozialisierten wie Laientheologen, Ordensfrauen (v.a. Kleine Schwestern) und Gemeindereferentinnen, die nach dem Vorbild der Arbeiterpriester nicht von einem kirchlichen Gehalt, sondern vom Lohn ihrer eigenen manuellen Arbeit leben.54

Dieser Kreis der Arbeitergeschwister, wie sie sich selbst nennen, trifft sich seit 1972 in der Regel zweimal pro Jahr – anfangs in Mainz, seit 1988 in Ilbenstadt bei Frankfurt. Im deutschsprachigen Raum gehören dem Kreis heute rund 50 Personen an, von denen jeweils rund zwei Drittel zu den halbjährlichen Treffen kommen. Diese Treffen, an denen seit 1978 auch regelmäßig Arbeiterpriester aus Frankreich und Großbritannien teilnehmen, stehen meist unter einem thematischen Schwerpunkt. In den ersten Jahren ging es überwiegend um das gegenseitige Kennenlernen, um das Selbstverständnis als Arbeiterpriester und um die Frage, wer zu dem Kreis der Arbeiterpriester dazugehört. Später rückten dann inhaltliche Fragen in den Vordergrund: Reflexionen über den persönlichen Hintergrund jedes Einzelnen und die Erfahrungen in der Arbeiterwelt; das Thema der Arbeitslosigkeit und der Wirtschaftsordnung; die Frage der Bedeutung des persönlichen Glaubens, des politischen Engagements, der politischen Kooperationspartner. Ebenso ging es um die Erfahrungen, die die Arbeitergeschwister am Rande der Gesellschaft machten und um die gesellschaftlichen und politischen Konflikte, die daraus entstehen. Später wurden verstärkt Themen von internationaler Relevanz behandelt, nach 1989 auch die Frage nach den Folgen des vermeintlichen Siegs des Kapitalismus.55 Durch den Eintritt Vieler ins Rentenalter bedingt kam es in den vergangenen Jahren zu einer thematischen Verschiebung: Waren zuvor die Erfahrungen im Arbeitsalltag das dominierende Thema, so spielen nun die Erfahrungen im Ruhestand und das Engagement in sozialen Bewegungen und Stadtteil-Initiativen eine immer bedeutendere Rolle.

Besonders nach dem Zusammenbruch des Kommunismus bemühten sich die Ilbenstadter Arbeitergeschwister, Kontakte zu Arbeiterpriestern aus der ehemaligen DDR und den Ostblockländern aufzunehmen, in denen es zahlreiche Priester gab, die teils freiwillig, teils notgedrungen inkognito in Fabriken arbeiteten.56

Das deutschsprachige Arbeitergeschwister-Kollektiv ist nicht in kirchliche Strukturen eingebunden. Zwar bestehen gute Beziehungen zu einzelnen kirchlich bestellten Betriebsseelsorgern, offizielle Kontakte zur Deutschen Bischofskonferenz blieben schwach.

3  Tendenzen

Abschließend sollen nun acht Beobachtungen und Tendenzen aufgezeigt werden, die die Entwicklung der Arbeiterpriesterbewegung von ihren Anfängen bis heute kennzeichnen.

Quantitative Ausweitung: Wie bereits an anderer Stelle angedeutet, bedeutete das Verbot der Arbeiterpriester in den 50er Jahren quantitativ erst den Anfang der Bewegung. Seit der Wiederzulassung der Arbeiterpriester 1965 ist ihre Zahl auf rund 1.000 angestiegen. Die etwa hundert Arbeiterpriester, die es zu ihrer ersten Blütezeit in Frankreich gab, stellten in gewisser Weise die Keimzelle der heutigen Bewegung dar.

Alterung der Bewegung: Zahlreiche Arbeiterpriester befinden sich mittlerweile im Rentenalter. Die französische Tageszeitung La Croix veröffentlichte die Ergebnisse einer Umfrage unter den derzeit 517 französischen Arbeiterpriestern. Von den 239 Arbeiterpriestern, die die Fragebögen beantworteten, waren 84,5% älter als 60 Jahre, lediglich 1,7% waren jünger als 51 Jahre. Der Rentner-Anteil unter den französischen Arbeiterpriestern liegt bei 82%.57 In anderen Ländern ist die Altersverteilung ähnlich. Wie das Rentenalter zur Biographie eines Arbeiters gehört, so gehört es auch zu der eines Arbeiterpriesters. Er beendet zwar seine Erwerbstätigkeit, lebt und wirkt aber weiter als berenteter Arbeiter und Priester unter Rentnern und Arbeitern. Viele dieser Ruheständler engagieren sich weiterhin in Gewerkschaften und den Organisationen, in denen sie bereits zuvor aktiv waren. Die Aktivitäten der Arbeiterpriester enden also nicht mit ihrer Erwerbstätigkeit.

Mit dieser Alterung ist das Problem verbunden, dass sich nur wenige junge Menschen für ein Leben als Arbeiterpriester entscheiden. Aus der Einsicht heraus, dass vielen heutigen Theologiestudierenden das Konzept der Arbeiterpriester unbekannt ist, bieten einige Mitglieder des deutschen Arbeitergeschwister-Kollektivs seit einiger Zeit Lehrveranstaltungen an theologischen Fakultäten an.

Differenzierung der Tätigkeitsfelder: Während die ersten Arbeiterpriester überwiegend in den Fabriken tätig waren, so hat sich das Tätigkeitsspektrum heute erweitert. Waren in den 50er Jahren vor allem die Fabrikarbeiter die Unterprivilegierten und Randständigen der Gesellschaft, so hat sich heute der Rand der Gesellschaft gewandelt. Die Arbeiterpriester folgten den neuen Marginalisierten und arbeiten heute neben den Fabriken in unterschiedlichen Billiglohn-Sektoren, niedrigen Dienstleistungsbereichen wie der Gastronomie und der Gebäudereinigung, dem Einzelhandel, als Kraft- oder Taxifahrer oder als Tagelöhner und Zeitarbeiter. Oftmals ist es weniger eine bewusste Entscheidung, befristete und prekäre Beschäftigungsverhältnisse anzunehmen. Vielmehr wird es in der gegenwärtigen wirtschaftlichen Situation für die Arbeiterpriester zunehmend schwerer, als ungelernte Arbeiter in Großbetrieben eine Anstellung zu finden.58

Konfessionelle Öffnung: Die Arbeiterpriesterbewegung entstand innerhalb der katholischen Kirche Frankreichs. In den vergangenen Jahrzehnten folgten aber auch Priester, Pfarrer und Theologen anderer Konfessionen und Kirchen dem Beispiel der französischen Arbeiterpriester und gingen der manuellen Arbeit nach, um so ihr Christ-Sein im Kontext einer industriellen Konsumgesellschaft zu leben, die vorwiegend von der wirtschaftlichen Gewinner-Perspektive geprägt ist.59

Öffnung für Laien und Frauen: Auch wenn sich unter den ersten Mitgliedern der Mission de Paris zwei Laiinnen befanden, waren die Arbeiterpriester der ersten Generation ausschließlich Männer, da das Priesteramt nach katholischem Verständnis nur Männern vorbehalten ist. Durch die konfessionelle Öffnung kamen auch Pfarrerinnen in den Kreis der Arbeitergeschwister. Ebenso sorgen Frauenorden wie beispielsweise die Kleinen Schwestern für eine stärkere weibliche Präsenz unter den Arbeitergeschwistern. Die Tatsache, dass nun auch Laientheologen und Frauen der Fabrikarbeit nachgehen, liegt daran, dass das Theologiestudium bis vor wenigen Jahrzehnten kaum von Frauen und Laien, sondern überwiegend von Priesteramtsanwärtern, d.h. Männern, betrieben wurde.

Wandel bei den politischen Aktionsformen: Viele der französischen Arbeiterpriester organisierten sich nach anfänglichen Berührungsängsten in den Gewerkschaften und engagierten sich in Betriebsräten und in der Friedensbewegung. Auch heute noch sind zahlreiche Arbeitergeschwister Gewerkschaftsmitglieder, Vertrauensleute und Betriebsräte. Die Rechte und die Würde der Arbeiter sowie der Kampf um bessere Arbeitsbedingungen sind auch heute noch ein Politikfeld, dem sich viele Arbeiterpriester verschrieben haben.

Neben diesem ‚klassischen’ Betätigungsfeld kamen im Laufe der Zeit zahlreiche andere Themenfelder hinzu, in denen sich einzelne Arbeitergeschwister engagieren: internationale Solidaritätsgruppen, Entschuldungskampagnen, Menschenrechte, Asylpolitik, Weltwirtschaftsordnung, Betreuung politischer Gefangener etc. Die heutigen Arbeitergeschwister, die sich bewusst an den ausdifferenzierten Rand der Gesellschaft begeben, machen dort Erfahrungen, die in ihre (theologische) Reflexion einfließen und schließlich in politischem Engagement münden.

Mit der Ausweitung des Themenspektrums ging auch eine Diversifizierung der politischen Aktions- und Kooperationspartner einher: Neben den Gewerkschaften und politischen Parteien spielen unterschiedliche Nicht-Regierungsorganisationen und Bewegungen wie Attac, Amnesty International, Initiative Ordensleute für den Frieden60, Ordensleute gegen Ausgrenzung, Initiative Kirche von Unten, internationale Gewerkschaftsbünde oder unterschiedliche Dritte-Welt- und Solidaritätsinitiativen eine wichtige Rolle.

Internationalisierung: Eine Internationalisierung der Arbeiterpriesterbewegung fand in mehrfacher Hinsicht statt: Zum einen folgten in unterschiedlichen Ländern andere Priester dem Beispiel der französischen Arbeiterpriester: Zuerst in Belgien und dann in Spanien, Italien, England und Deutschland. Aber auch im außereuropäischen Ausland wie beispielsweise ab 1973 in Chile61, Kolumbien, Togo, Elfenbeinküste, Sri Lanka etc.

Zum andern zeigt sich die Internationalisierung der Arbeiterpriester-Bewegung auch in einer zunehmenden internationalen Vernetzung. Diese beruht einerseits auf persönlichen Kontakten von Arbeiterpriestern/-geschwistern mit Kollegen in anderen Ländern. Einige Arbeiterpriester waren zum Studium oder zu Arbeitszwecken in Ländern des Südens und halten weiter Kontakt zu dortigen Arbeitskollegen, Theologen und anderen Aktivisten.62 Aber auch auf der kollektiven Ebene wurde der Austausch weiter vernetzt: Ab Ende der 70er Jahre nahmen beispielsweise ausländische Delegationen an den Nationaltreffen der französischen Arbeiterpriester teil.63 Seit Beginn der 90er Jahre entwickelten sich Strukturen des internationalen Austausch in Form von jährlichen Pfingsttreffen, an denen Arbeiterpriester aus unterschiedlichen europäischen Ländern teilnehmen. Im Jahr 2001 fand an Pfingsten in Straßburg das erste Welttreffen der Arbeiterpriester statt, an dem sich Teilnehmer aus 20 Ländern und vier Kontinenten – unter ihnen auch vier Bischöfe – beteiligten.64

Weiterhin spiegelt sich die Internationalisierung in den Themen wider, denen sich die Arbeiterpriester in ihrem gewerkschaftlichen, politischen und sozialen Engagement widmen. Sie stellen sich hier in gewisser Weise den Herausforderungen der modernen entgrenzten Weltwirtschaft und stellen dieser ansatzweise ein Globalisierung von unten entgegen. In diesem Zusammenhang spielen auch internationale Gewerkschaftsverbindungen und transnationale Betriebsratsarbeit eine wichtige Rolle.

Neuere theologische und spirituelle Fundierung: Die ersten Arbeiterpriester, die in die Fabriken gingen, waren einerseits vom Missionsgedanken, andererseits von der Freundschaft zu und der Solidarität mit ihren Arbeitskollegen beseelt. Die konkrete Praxis hatte absoluten Vorrang, die theologische Reflexion war nachgeordnet.

In diesem Zusammenhang ist auch zu bedenken, dass die ersten Arbeiterpriester noch nicht auf ein so reiches Instrumentarium philosophischer und theologischer Reflexion zurückgreifen konnten. Erst seit Rerum Novarum, der ersten Sozialenzyklika von 1891, wurden Themen wie Arbeit und Kapital, Arbeitskampf, gerechter Lohn etc. zum Gegenstand der kirchlichen, sozialethischen und theologischer Reflexion.

Den heutigen Arbeitergeschwistern steht ein wesentlich ausgereifteres und differenzierteres Reflexionsinstrumentarium zur Verfügung.65 Eine wichtige Rolle hierbei spielt die in Lateinamerika entstandene Theologie der Befreiung, die sich als theologische Reflexion auf die vorgeordnete Praxis der Befreiung u.a. aus sogenannten „Strukturen der Sünde“ oder aus gesellschaftlichen Ungerechtigkeiten versteht. Interessanterweise wurde die Befreiungstheologie ihrerseits stark von den kirchlichen Entwicklungen im Frankreich und Belgien der 40er und 50er Jahre beeinflusst. Der von Joseph Cardijn in die JOC eingeführte methodologische Dreischritt „Sehen – Urteilen – Handeln“ wurde von dem Brasilianer Clodovis Boff verfeinert, stärker theoretisiert und so zum wesentlichen epistemologischen Instrument der Befreiungstheologie.66 Durch die Rezeption der Befreiungstheologie in Europa wurden diese Aspekte handlungs- und erkenntnisleitend für zahlreiche europäische Theologen. Der Arbeiterpriester Thomas Schmidt bemerkt hierzu: „Zumindest in meiner Biographie sind die Impulse der französischen Kirche und deren Theologen nicht direkt über den Rhein gekommen, sondern nahmen den Umweg über die Kirche und die Befreiungstheologie Lateinamerikas.“67

Ebenso spielt das befreiungstheologische Programm der „Option für die Armen“ ein wichtige Rolle. Die Arbeiterpriester versuchen, die Praxis und die Reflexion, die in Lateinamerika zur dieser Thematik betrieben wird, für den zentraleuropäischen Kontext fruchtbar zu machen.

Die (theologische) Reflexion steht im heutigen Verständnis der Arbeiterpriester immer im Zusammenhang mit und im Dienst der Praxis:

Theologietreiben sollte damit einerseits an einen klaren gesellschaftlichen Ort gebunden und andererseits als Folgeschritt zur vorgängigen Praxis verstanden werden. Der Theologe ist organisch mit der Praxis der Befreiung verbunden und versucht auch durch seine nachgeordnete, theoretische Arbeit des Intellektuellen, diese Praxis zu befördern.“68

Ein Arbeiterpriester der ersten Generation hätte seine Funktion und seine Praxis wohl kaum in dieser Weise verstanden.

Neben den biblischen Impulsen, den sozialethischen und moralischen Bewertungskriterien und dem Reflexionsinstrumentarium, das aus der Befreiungstheologie nutzbar gemacht werden kann, werden heute auch noch unterschiedliche philosophische und theoretische Konzepte zur Reflexion herangezogen. Auch hierbei handelt es sich um Möglichkeiten, die den ersten Arbeiterpriestern in dieser Art noch nicht zur Verfügung standen.

Auch was die spirituelle Einkleidung der betrieblichen Praxis betrifft, können die heutigen Arbeitergeschwister aus reicheren Quellen schöpfen: Exemplarisch genannt seien hier nur die Schriften, die auf das Umfeld und die Nachfolger von Charles de Foucauld zurückgehen, Madeleine Delbrêl oder die spirituellen Impulse aus der Befreiungstheologie wie die von Gustavo Guttierez, Ernesto Cardenal oder Pedro Casaldáliga etc.

Aus den Reihen der Arbeiterpriester gingen ebenfalls Bemühungen hervor, diese Spiritualität des Alltäglichen und des Armen bewusst im Kontext deutscher Großstädte zu erleben. So bieten Berliner Ordensleute beispielsweise jedes Jahr einen 10-tägigen Exerzitienkurs an, bei dem sich die Teilnehmer bewusst auf das Elend, die Armut und die Marginalisierung sozialer Brennpunkte einlassen um dort ‚heilige Orte’ im elenden Alltag zu finden.69

4  Literatur

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1 An dieser Stelle sei ganz herzlich der Kl. Schwester Marlene, Albert Koolen, Thomas Schmidt, Fritz Stahl und Georg Wolter für die zahlreichen Gespräche, die zur Verfügung gestellten Unterlagen und die kritische Durchsicht des Manuskipts gedankt.

2 Siefer 1993: 928.

3 Christ in der Gegenwart, Nr. 31/2001: 258, Hervorheb. im Original.

4 Zum Forschungsstand: Es existiert eine Vielzahl von Publikationen, die sich mit dem Thema der Arbeiterpriester bis zum Verbot der Bewegung 1954 befassen. Die große Mehrheit dieser Veröffentlichungen hat allerdings einen stark testimonialen Charakter. Oftmals handelt es sich um Zeugnisse von Arbeiterpriestern, die in diesen Büchern und kleineren Beiträgen ihre Erfahrungen referieren und reflektieren. Weiterhin fällt auf, dass v.a. in Frankreich in den vergangenen Jahren eine Reihe dieser Testimonial-Werke erschienen ist, was sicherlich mit den Biographien vieler Arbeiterpriester zusammenhängt, die – nun in Rente – die Zeit haben, ihre Erfahrungen schriftlich zu fixieren. Zu diesen eher zeugnishaften Publikationen zählen u.a. Anglade 2001, Lémonon 2000, Olhagaray 1999. Zeugnisse für die Zeit nach dem Verbot finden sich u.a. bei Brückmann/Jacob 1996 und 2004, Dupuy 2000, Hurret/Combe 1999, Lehmann 1992, Viet-Depaule 2002. Zu den eher systematisierenden Arbeiten zählen Arnal 1979 und 1984, Cole-Arnal 1986 und 1997, Dingler 1966, Flower 1967, Koolen 2002, Koolen/Straßner 2004, Mantle 2000, Peter 2004, Poterie/Jeusselin 2001, Siefer 1960 und Suaud/Viet-Depaule 2004. Leprieur 1989 legte ein sehr umfang- und detailreiches Werk vor, das die Geschehnisse v.a. aus der Perspektive des Dominikanerordens beleuchtet. Es fanden sich wenige Untersuchungen, die sich mit der theologischen Fundierung auseinandersetzen, so beispielsweise Erlander 1991, Koolen 2002 und Schmidt 2002. Quellen, Chronologien und Zeitdokumente finden sich u.a. bei Arbeiterpriester 1957, Dokumentation 1992, Godin/Daniel 1946, Godin/Michel 1950, Viet-Depaule 2002 und in den (kirchlichen) Periodika dieser Jahre. Weiterhin existiert eine große Anzahl ‚grauer Literatur’, oftmals kurze Zeugnisberichte, Zeitungsartikel oder Positionspapiere. Eine ausführlichere Bibliographie ist auf Anfrage beim Verfasser erhältlich.

Die erste Phase der Arbeiterpriester-Bewegung bis 1954 ist in der Forschungsliteratur recht umfassend bearbeitet. Ertragreich wäre sicherlich die systematisierende Untersuchung der in zunehmender Zahl existierenden Autobiographien von Arbeiterpriestern. Forschungsdesiderate sind weiterhin die Entwicklung der Arbeiterpriester-Bewegung nach dem Verbot und der Wiederzulassung. Ebenso stellt die Untersuchung der zunehmenden internationalen Vernetzung im Sinner einer Globalisierung von unten ein unbearbeitetes Forschungsfeld dar. Ein weiteres Desiderat ist die Untersuchung der theologischen und spirituellen Fundierung des Arbeiterpriester-Daseins und die Integration unterschiedlicher theologischer und philosophischer Denkarten in die Praxisreflexion der Arbeiterpriester.

5 Vgl. Flower 1967: 183f. und Duriez 2003.

6 Vgl. Zur Bedeutung der JOC Cole-Arnal 1997: 510f. und Godin/Michel 1950: 179.

7 Vgl. Siefer 1960: 51.

8 Vgl. Peter 2004: 32f. und Arbeiterpriester 1957: XIII.

9 Deutsche Ausgabe: Loew 1960.

10 Vgl. Poterie/Jeusselin 2001: 75ff.

11 Vgl. Siefer 1960: 54.

12 Ein wichtiges Zeugnis aus dieser Zeit stellt das Tagebuch des Jesuiten-Paters Henri Perrin dar (Perrin 1956). Diese Aufzeichnungen aus den Jahren 1943 und 1944 eröffnen Einblicke in die Situation der französischen Arbeiter und Priester in deutschen Lagern wie auch in die Gedankenwelt, Motivation und Spiritualität der Geistlichen. Perrin war auch der einzige der 25 Priester, der nach der Rückkehr nach Frankreich als Arbeiterpriester tätig war (vgl. Flagothier 1998: 10).

13 Perrin 1956: 41f.

14 Perrin 1956: 120.

15 Perrin 1956: 313.

16 Herder Korrespondenz 8. Jg., Heft 3, Dezember 1953, S. 155.

17 Vgl. auch Internet http://www.charlesdefoucauld.org [03.03.04].

18 Vgl. Voillaume 1998.

19 Vgl. zur Kleinen Schwester Magdeleine und dem Orden der Kleinen Schwestern Daiker 1999 und 1992.

20 Deutsche Übersetzung Delbrêl 1975. Zu Leben und Werk von Delbrêl siehe Schleinzer 2001 und Fuchs 1995.

21 Vgl. Godin/Daniel 1943, eine gekürzte deutsche Fassung findet sich in Godin/Michel 1950: 59–241; vgl. auch Arbeiterpriester 1957: 5.

22 Vgl. Viet-Depaule 2002: 6ff.

23 Vgl. Arnal 1984: 531f. und Siefer 1960: 295. Leprieur 1989: 681–707 führt ca. 180 Kurzbiographien der ersten Arbeiterpriester sowie anderer bedeutender Personen im Zusammenhang mit den Arbeiterpriesterbewegung auf.

24 Vgl. zur Annäherung von Arbeiterpriestern und der kommunistischen Partei Arnal 1984: 534–544.

25 Vgl. Herder Korrespondenz 8. Jg., Heft 2, November 1953, S. 89.

26 Zit. nach Arbeiterpriester 1957: 37.

27 Eine detailreiche, chronologische Darstellung des Konfliktes findet sich in Arbeiterpriester 1957: 1–56, zahlreiche Dokumente sind in Viet-Depaule 2002: 287–353 ediert.

28 Vgl. Arbeiterpriester 1957: 14ff. und 22. Ein knapper Aufriss der theologischen Debatte über die Vereinbarkeit von Priesteramt und Fabrikarbeit findet sich bei Famà 1998: 26ff.

29 Vgl. Pius XI., Quadragesimo Anno (1931), Nr. 111–128, Zitat Nr. 117, in: Katholische Arbeitnehmer Bewegung 1982: 134.

30 Pius XI., Quadragesimo Anno (1931), Nr. 120, in: Katholische Arbeitnehmer Bewegung 1982: 135.

31 Text in deutscher Übersetzung in Herder Korrespondenz 8. Jg., Heft 2, November 1953, S. 110.

32 Vgl. Leprieur 1989: 199–205.

33 Sowohl die Erklärung, als auch der Brief an die Arbeiterpriester finden sich in der Herder Korrespondenz 8. Jg., Heft 6, März 1954, S. 259ff. und in Arbeiterpriester 1957: 191–197.

34 Vgl. Arnal 1984 : 550.

35 Der Text findet sich in deutscher Übersetzung in der Herder Korrespondenz 8. Jg., Heft 6, März 1954, S. 262.

36 Vgl. Peter 2004 : 38f.

37 Vgl. Leprieur 1989: 142–150.

38 Vgl. Arnal 1984: 529f.

39 Peter 2004: 37.

40 Vgl. hierzu die Zeugnisse und Portraits in Viet-Depaule 2002.

41 Vgl. Poterie/Jeusselin 2001: 136–139.

42 Eine deutsche Übersetzung des Briefs ist in der Herder Korrespondenz 14. Jg., Heft 2, November 1959, S. 76ff. abgedruckt.

43 Herder Korrespondenz 14. Jg., Heft 2, November 1959, S. 76f.

44 Vgl. Famà 1998a und Poterie/Jeusselin 2001: 139ff.

45 Zweites Vatikanisches Konzil: Dekret über Dienst und Leben der Priester „Presbyterorum ordinis“, Nr. 8, in: Rahner/Vorgrimmler 2000: 575.

46 Vgl. Poterie/Jeusselin 2001: 280.

47 Vgl. Poterie/Jeusselin 2001: 160.

48 Laut einer Auskunft von Guy Augin, Sekretär der ENPO, erscheint der Courrier P.O. derzeit in einer Auflage von ca. 1.200 Exemplaren, von denen rund 100 von Abonnenten im europäischen, 30 im außereuropäischen Ausland bezogen. Es existieren in Europa noch drei weiter Arbeiterpriester-Zeitschriften: In Italien die Zeitschriften Pretioperai und Itinerari, in Großbritanien die anglikanische Zeitschrift Ministers-at-Work. Diskussionsforen finden sich auch im Internet unter http://pero.wanadoo.fr/pretres.ouviers/ [06.04.04].

49 Vgl. zu Belgien Flagothier 1998: 11f. und 14–17.

50 Vgl. zu Italien Fama 1994.

51 Vgl. Poterie/Jeusselin 2001: 168–173.

52 Vgl. zu Spanien Pérez 2003.

53 Vgl. zu den deutschsprachigen Arbeitergeschwistern Stahl 1994 und Dokumentation 1992.

54 Vgl. Peter 2004: 38f.

55 Vgl. zu den Treffen und den behandelten Themen Dokumentation 1992: 63ff.

56 Vgl. Koolen 2002: 143; zu den Arbeiterpfarrern in der DDR siehe die Beiträge in Brückmann/Jacob 1996 und 2004.

57 Vgl. La Croix 21./22. février 2004: 3.

58 Vgl. hierzu beispielsweise die Beiträge in Dokumentation 1992.

59 Siehe beispielsweise die Zeugnisse evangelische Arbeiterpfarrerinnen und -pfarrer in Brückmann/Jacob 1996 und 2004. Zu anglikanischen Arbeiterpriestern siehe Erlander 1991, Mantel 2000 und Johnson 1998.

60 Vgl. hierzu Böckermann 2002 und Internet http://www.people.freenet.de/IOF/home.html [03.03.04].

61 Vgl. zu den Arbeiterpriestern in Chile Dupuy 2000, Aldunate 2000.

62 Vgl. beispielsweise Schmidt 2002 und Koolen 2002a.

63 Vgl. Poterie/Jeusselin 2001: 164

64 Vgl. Publik Forum 12/2001 vom 29.06.01, S. 41.

65 Vgl. bspw. Koolen/Straßner 2004.

66 Vgl. Boff 1995.

67 Schmidt 2002: 258.

68 Schmidt 2002: 257.

69 Vgl. Herwartz 2001 und Internet http://nacktesohlen.wordpress.com [03.03.04].

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