Alfred Delp, Die Welt nicht freiwillig räumen!

Alfred Delps Anstöße für eine Theologie des politischen Engagements
Das Schicksal der Kirchen, so gibt sich der Jesuit Alfred Delp kurz vor seiner Ermordung im Jahre 1945 überzeugt, wird abhängen von ihrer bedingungslosen Rückkehr in die Diakonie. Damit meint er „das Sich-Gesellen zum Menschen in allen seinen Situationen mit der Absicht, sie ihm meistern zu helfen (…). Damit meine ich das Nach- gehen und Nachwandern auch in die äußersten Verlorenheiten und Verstiegenheiten des Menschen, um bei ihm zu sein genau und gerade dann, wenn ihn Verlorenheit und Verstiegenheit umgeben. ‚Geht hin- aus’ hat der Meister gesagt, und nicht: ‚Setzt euch hin und wartet, ob einer kommt’. Damit meine ich die Sorge auch um den menschentüm- lichen Raum und die menschliche Ordnung. Es hat keinen Sinn, mit einer Pfarrer und Prälatenbesoldung zufrieden die Menschheit ihrem Schicksal zu überlassen.“
Tatsächlich, die erste und letzte Aufgabe von Christen und Kirche in der Welt ist das Wachhalten der Gottesfrage. Diese Gottesfrage ist aber folgenreich.
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